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Viele Betroffene treten nach dem ersten Schmerzschock den Weg zum Hausarzt oder Orthopäden an. Gegebenfalls kann durch die Vergabe von muskelentspannenden Medikamenten und Schmerzmitteln eine Grundmobilität wiederhergestellt werden.

Damit plötzlich einsetzende, schwächere Rückenschmerzen möglichst schnell wieder verschwinden, ist es nicht etwa ratsam, Bettruhe einzuhalten. Bewegung ist das einfachste Mittel, Muskelverspannungen zu lösen. Wichtig ist in vielen Fällen die Zusammenarbeit mit dem Physiotherapeuten Ihres Vertrauens vor Ort, der mit Ihnen gemeinsam versucht, die Bewegungen des Alltags durchführen zu können.

Als Maßnahmen stehen warme Bäder, Sauna, Heißluftbehandlung, Rotlicht sowie die Anwendung von Wickeln oder Fango-Packungen zur Verfügung. Dies fördert die Durchblutung des Gewebes, steigert seinen Stoffwechsel, entspannt die Muskulatur und lindert so bestehende Schmerzen. Anfänglich, besonders bei starken akuten Schmerzen, denen eine entzündliche Reaktion zugrunde liegt, kann mitunter auch die Anwendung von Kälte, etwa in Form kalter Umschläge oder Gelkompressen, die Beschwerden lindern.

Bei der Transkutanen Elektrischen Nerven-Stimulation (TENS), auch als Reizstrombehandlung bezeichnet, werden schmerzende Bereiche niedrigen Strömen ausgesetzt. Dies soll die körpereigenen Hemmmechanismen für Schmerzfasern aktivieren und so die Schmerzleitung unterdrücken.

Bei der Massage wird die Muskulatur Zug- und Druckreizen ausgesetzt. Dies kann Verhärtungen lösen und regt die Durchblutung an. Sie sollte am besten in Zusammenhang mit Bewegungsübungen durchgeführt werden. Bei Rückenschmerzen empfohlen ist unter Umständen die Unterwasserstrahlmassage. Hierbei wird die Muskulatur in warmem Wasser mit einem kräftigen Wasserstrahl massiert. Eine besondere Form der Massage ist die so genannte Bindegewebsmassage. Durch Anwendung einer speziellen Strichtechnik werden tiefe Gewebeschichten, insbesondere das Bindegewebe, besonderen Zugreizen ausgesetzt, wobei auch das vegetative Nervensystem beeinflusst wird.

Zur umfassenden Funktionsanalyse und zur Beseitigung von Gelenkblockaden eignet sich die Manuelle Therapie. Sie sollte nur von einem erfahrenen Therapeuten nach umfassender Befunderhebung durchgeführt werden. Die Gelenke werden dabei Zugkräften ausgesetzt, Muskeln werden durch gezielte Bewegungen des Therapeuten entspannt und gedehnt. Die genannten Behandlungsformen werden sowohl bei akuten als auch bei chronischen Rückenbeschwerden angewandt.

Bei der so genannten Rückenschule trainieren die Patienten nicht nur Bewegungsabläufe, die sie auch im Alltags- und Berufsleben häufig ausführen müssen (z.B. das rückenschonende Heben schwerer Lasten). Die Inhalte der „neuen“ Rückenschule haben ganzheitlichen Charakter zur Förderung der Rückengesundheit und zur Prävention der Chronifizierung von Rückenbeschwerden.

Bemerkenswert sind die Erfolge in multimodalen Schmerztherapien, die allerdings sinnvollerweise bei chronischen Erkrankungen angewandt werden. Multimodale Schmerztherapie beinhaltet eine gezielte Zusammenarbeit von Physiotherapeuten, Orthopäden, Neurologen und Psychotherapeuten, um die teilweise recht komplexen bio-psycho-sozialen Ursachen des Rückenschmerzes zu ermitteln und die Behandlungsform genauer festzulegen und anzupassen.

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