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Was die Dimensionierung der Rahmenrohre hinsichtlich der Außendurchmesser, Wandstärken und Rohrformen angeht, so kocht jeder der zahlreichen Hersteller sein eigenes Süppchen. In unmittelbarem Zusammenhang mit der Beurteilung der Dimensionierung stehen das Gewicht und die Stabilität des Rahmens bzw. des Fahrrades.

Die Hautrohre sind die große Spielwiese der Hersteller in Bezug auf Formen, Wandstärken und Durchmesser. Ein starrer Rahmen kann im Vergleich zu einem vollgefederten Rahmen hinsichtlich seiner Rohrdimensionierung enormen Fahrkomfort mit einer höheren Stabilität und wesentlich geringerem Gewicht bieten.

Dabei spielen die Hauptrohre eine entscheidende Rolle. Das Ovalisieren von Rohren bringt bei der so genannten Hochovalisierung mehr Stabilität, bei einer Querovalisierung hingegen mehr Fahrkomfort. Das Zusammenspiel beider Systeme im Rohrverlauf kann einen Rahmen in seinem Einsatzbereich optimieren.

Neben der Rohrform spielt ebenfalls die Wandstärke des Rohres eine wichtige Rolle. Einige Hersteller greifen unter dem Aspekt der Gewichtsminimierung zu konifizierten Rohren. Diese haben im Rohrverlauf verschiedene Wandstärken und werden in zweifacher oder dreifacher Konifizierung angeboten. Sie können sich zudem vorstellen, dass eine extreme Konifizierung und Reduzierung der Wandstärken (im Aluminiumbereich bis auf 1,2 mm die entsprechenden Rohre empfindlicher machen gegen äußere Einwirkung. So könnte das Anlehnen des Fahrrades am Zaun oder Laternenpfahl im Einzelfall eine Spur in Form einer unangenehmen Delle hinterlassen. Also gilt auch für die Konifizierung, den Einsatzbereich des Fahrrades zu überprüfen und die Notwendigkeit in Frage zu stellen.

Für die Vielzahl der für uns bedeutsamen  Einrohr-Rahmen ist ein Hauptrohrdurchmesser von mindestens 50 mm, meist in Kombination mit Verstärkungsblechen im Steuerrohrbereich, unerlässlich. Eine Vergrößerung der Rohrdurchmesser bringt ein wesentlich größeren Stabilitätsgewinn als es eine prozentual vergleichbare Vergrößerung der Wandstärken.

Zum Glück sind unter dem Aspekt der Produktsicherheit und -haftung folgenschwere Rahmenbrüche eher zur Seltenheit geworden. Nehmen Sie sich trotzdem die Zeit und prüfen Sie die Sauberkeit der Schweißnähte, und stehen Sie vor allem jeder zusätzlichen Bohrung im Schweißnahtbereich skeptisch gegenüber!

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