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Die Nabenschaltung sorgt im Vergleich zu anderen Schaltungsarten grundsätzlich für Entlastung in der Wahrnehmung durch einfacheren und extrem verlässlichen Schaltkomfort. Das ruckfreie Schaltverhalten und die schnelle Schaltreaktion sorgt für einen angenehmen Rhythmus in der Beinmuskulatur vom Sprunggelenk bis zum Bereich der Sitzbeinknorren als Ansatzpunkt der hinteren Oberschenkelmuskeln.

Ein großer Vorteil der Nabenschaltungen im Vergleich zu den Kettenschaltungen ist zunächst die Schaltbarkeit im Stand. Darüber hinaus bietet die Abgeschlossenheit des Schaltsystems erhebliche Vorteile durch ihre Unempfindlichkeit und Wartungsfreiheit. Wie oft fährt man auf eine Ampel zu und vergisst dabei rechtzeitig herunterzuschalten – mit einer Kettenschaltung hat man es dann beim erneuten Anfahren nach dem Schalten mit einem mehr oder weniger lauten Kettengerassel zu tun. Bei Nabenschaltung bewegt sich dabei der Schaltstift im Nabeninneren fast geräuschlos und sorgt für eine problemlose Weiterfahrt. Ein kleines Manko der Nabenschaltung liegt im Bereich der Kraftverluste. Nicht immer wird die eingesetzte Kraft aufgrund der Übersetzungsverhältnisse in Vortrieb umgesetzt.

Ein immer wieder angesprochenes Wettbewerbsmerkmal von Schaltungen ist die so genannte „Entfaltung“. Die Entfaltung in Meter besagt nicht anderes, als die Strecke, die wir mit einer Kurbelumdrehung / Tretbewegung zurücklegen. Neben der Grundabstufung innerhalb der Nabenkonstruktion ist diese Entfaltung abhängig von der Zähneanzahl der Kettenradgarnitur und des Ritzels auf der Nabe.

Aushängeschild im Sinne dieser Entfaltung ist z.B. die Nabe von der Firma ROHLOFF. Im kleinsten Gang wird so z.B. 1,80 m zurückgelegt, womit fast jede Steigung gemeistert werden kann. Im höchsten Gang sind es dann aber 9,50 m und verleiht uns bei Abfahrten oder mit Rückenwind nahezu Flügel.

Innerhalb dieses gesamten Spektrums von 524 % (9,50 / 1,80 * 100) ist daneben die Abstufung zu erwähnen, die wiedergibt, wie gleichmäßig die einzelnen Gänge in ihrer Entfaltung zunehmen. Auch hier ist die Rohloff – Nabe federführend. Mit nahezu konstanten Sprüngen von 13,6 % zwischen den Gängen steht für fast jede Fahrsituation ein Gang bereit. Aus diesem Grunde ist die ROHLOFF – Nabe auch für die durch Kettenschaltung geprägte Mountainbike-Fangemeinde interessant. Dies aber auch bekanntermaßen zu einem horrenden Preis von über 900,- EUR.

Im Alltagsbereich haben sich zum einen die 7-Gang Nabe von SRAM mit einer Entfaltung von 303 %, die 7-Gang Nabe von Shimano mit 244 % und zum anderen die 8-Gang Nabe von SHIMANO mit  307 %  bewährt.

Vergleichen wir den Aufbau einer 7-Gang und einer 8-Gang Nabe von SHIMANO, so merkt man auch hier einen deutlichen technischen Fortschritt. Diese Fortschritte sind z.B. in der Schaltreaktion zu sehen, wobei die 8-Gang Nabe schon nach 10 – 30° Tretbewegung einen Schaltvorgang abschließt (7-Gang: 20 – 90°). Ebenfalls hat die Qualität der Dichtung durch eine erweiterte Labyrinth – Technik zugenommen und sorgt damit nahezu für Wartungsfreiheit.

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