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Die Satteleinstellung hat neben der eigentlichen Höhe noch zwei weitere Einstellungsaspekte. Zum einen wird der Sattel in seiner Führung nach vorn oder nach hinten geschoben. Zum anderen spielt die Sattelneigung eine „heiß diskutierte“ Rolle, die den Fahrkomfort beeinflussen kann.

Der Sattel kann nach Lösen der Sattelstützschraube(n) am Untergestell verschoben werden. Zunächst sollte der Sattel mittig auf der Sattelstütze und vor allen Dingen gerade eingestellt werden (im Zweifel nutzen Sie eine Wasserwaage).

Wenn Sie auf dem Sattel Platz nehmen, sollte die Senkrechte von der Kniemitte in etwa durch die Pedalachse verlaufen. Beachten Sie die Stellung des Pedals  (z.B. linke Fahrradseite auf „10 Uhr“). In dieser Pedalposition wird der optimale Druckpunkt erreicht, um die eingesetzte Kraft effektiv zu nutzen. Der Kniewinkel sollte in dieser Position nicht kleiner als 90° sein. Dies gilt insbesondere bei Kniebeschwerden oder auch nach Hüftoperationen.

Je nach Ausprägung von möglicherweise vorhandenen Rückenbeschwerden (und Enthesitis im Fersenbeinbereich bei chronisch rheumatischen Erkrankungen) muss die Sattelposition angepasst werden. Tendenziell kann in diesem Zusammenhang der Sattel geringfügig nach hinten (!!) verschoben werden, um ein Überstrecken der Achillessehne zu reduzieren.

Der Aspekt der Sattelneigung ist insbesondere bei chronisch rheumatischen Rückenerkrankungen wie Morbus Bechterew „heiß diskutiert“. Einige Patienten berichten darüber, dass die Sattelnase etwas nach unten zeigen sollte, um etwas mehr Fahrkomfort und weniger Schmerzempfinden zu erleben. Andere bevorzugen in Folge der etwas nach oben gekippten Beckenstellung sogar die gegenteilige Position und stellen den Sattelspitze etwas nach oben. Um Taubheitsgefühlen entgegenzuwirken, darf die Sattelnase nicht angehoben werden. Eine sehr gute Entlastung im Bereich des Schambeinbogens und des Nervus pudendus bieten Sättel mit einem Stufenkonzept in der jeweiligen passende Breite.

Jede Neigung des Sattels sorgt vor dem Hintergrund der Schwerkraftwirkung dafür, dass „in den Sattel hineingetrampelt werden muss oder herausgetrampelt wird“. Diese Krafteinwirkung sorgt je nach „Tagesform“ zu überflüssigen Spannungen in den Kreuz-Darmbeingelenken.

Generell gilt: Überprüfen und erfahren Sie sorgfältig und geduldig die Sattelposition und hören Sie neben theoretischen Empfehlungen vor allem auf Ihren Körper!

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