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Der Begriff der (Produkt-) Ergonomie ist für mich einer der wichtigsten Bestandteile einer Fahrradentwicklung. Von daher macht es Sinn, sich die Bedeutung und die Geschichte des Begriffes noch einmal zusammengefasst vor Augen zu führen.

Zunächst mithilfe von Wikipedia eine zusammengefasste allgemeine Definition: Die Ergonomie ist die Wissenschaft von der Gesetzmäßigkeit menschlicher Arbeit. Der Begriff setzt sich aus den griechischen Wörtern ergon (Arbeit, Werk) und nomos (Gesetz, Regel) zusammen. Die Ziele der Ergonomie können folgendermaßen zusammengefasst werden:

– Herstellung handhabbarer und komfortabel zu nutzender Produkte
– Ergonomische Arbeitsgestaltung (Sicherstellung effizienter und fehlerfreier Arbeits- bzw. Bewegungsausführung)
– Verbesserung der Mensch-Maschine-Schnittstelle (Unterscheidung in Produkt- und Produktionsergonomie)

Der Begriff der Ergonomie wurde in Deutschland besonders in den fünfziger Jahren durch Heinz Schmidtke geprägt und vorangetrieben. 1957 wurde er Leiter des Max-Planck-Instituts für Arbeitsphysiologie in Dortmund. 1962 wurde er an die TH München an das neu gegründete Institut für Arbeitspsychologie und Arbeitspädagogik, dem späteren Lehrstuhl für Ergonomie (LfE) berufen. Seine Arbeit, die in praktischen Konstruktionsempfehlungen wieder zu finden ist, wurde auch unter dem Namen „Münchener Ergonomie“ bekannt.

Jede Fahrradentwicklung beginnt mit der Fahrradrahmenkonstruktion. Schon hier kann unter dem Ergonomieaspekt vieles falsch gemacht werden. Verständlicherweise ist ein Rahmen schon allein aus Stabilitätsgründen nicht „verstellbar“, aber die Grundgeometrie des Rahmens muss die individuelle Anpassung weiterer Komponenten an den menschlichen Körper zulassen.

Insbesondere die Einheit aus Lenkerbügel, Lenkervorbau und Griffen muss es Ihnen ermöglichen, Ihre persönliche Sitzposition zu finden und je nach Tagesform mit einigen wenigen Handgriffen anpassen zu können. Auch der Sattel muss passen! Es ist oder sollte zum Standard geworden sein, dass Ihre Sitzbeinknochen auf einfache Art und Weise in der persönlichen Beratung vermessen werden, um die Erstauswahl hinsichtlich Breite und Form zu erleichtern.

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