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In Zusammenhang mit dem Thema Fahrradreifen gibt es einen Traum: Ein Fahrradreifen darf nie einen Defekt (sprich Platten) haben, er muss sehr leicht rollen und muss extrem leicht sein! Und zu alledem muss er komfortabel zu fahren sein. Daran arbeitet seit Jahren und Jahrzehnten die (Fahrrad-) Reifenindustrie, wobei Altbewährtes in innovativer Form am meisten Sinn macht. Bevor ich etwas über die Details dieses Traumes berichte, wende ich mich einige Maßparametern zu.

Die Maße der Bereifung werden, gemäß der ETRTO Vorgaben, in Millimeter angegeben. So steht z.B. die Bezeichnung 40/622 für eine 40 mm Reifenbreite und einen inneren Reifendurchmesser von 622 mm. Mit der ETRTO-Kennzeichnung wurde die Kombinationsfähigkeit mit entsprechenden Felgentypen wesentlich vereinfacht und transparenter gemacht.

Die Qualität einer Bereifung kann aus zwei Blickwinkeln definiert werden: entweder geringes Gewicht oder ein hoher Pannenschutz! Beides zu vereinbaren, stellt schon immer die Herausforderung der Bereifungstechnologie dar und wird permanent von den Reifenexperten optimiert. Zu diesen Reifenexperten zählen im Fahrradbereich, neben den Firmen Vredestein, Nokian und Michelin, die beiden größten in der Branche Bohle und Continental. Insbesondere die beiden letztgenannten Hersteller glänzen immer wieder mit Innovationen, wobei Bohle neben der Marke Schwalbe eine fast unendliche Vielfalt an Bereifungsprodukten für alle Bereiche anbietet, die keine Wünsche offen lassen.

In Sachen Alltagsgebrauch kennen wir alle die „nervige“ Situation, wenn dem Reifen die Luft ausgeht. Vor diesem Hintergrund ist der Pannenschutz ein wichtiges Thema.

Dem Pannenschutz begegnen die Hersteller mit verschiedenen Zwischenlagen im Reifenaufbau. Ein Reifen (oder auch „Decke“ genannt) besteht aus verschiedenen Lagen. Für den Pannenschutzgürtel werden, neben Naturkautschuk und Nylon, noch hochwertigere Materialien wie Kevlar oder Aramid verwandt.

Im Rahmen der sinnvollen Reifentrends laufen uns großvolumige Bereifungstypen über den Weg, die mit relativ geringem Reifendruck gefahren werden können. Die Rede ist von „altbewährten“ Ballonreifen! Damit wird der hohe Dämpfungseffekt genutzt und macht den Einsatz von weiteren Federungskomponenten überflüssig!

Zusammen mit der Deutschen Sporthochschule Köln hat die Firma Bohle eine umfangreiche Studie durchgeführt, um festzustellen, welche Möglichkeiten und Grenzen diese „Reifenfederung“ bietet. Dabei wurde die Federwirkung der so genannten BIG APPLE Bereifung sowohl mit komplett starren Fahrrädern als auch mit verschiedenen Federgabeln und vollgefederten Fahrrädern verglichen.

Die Beschleunigungsaufnehmer waren an verschiedenen Stellen des Fahrrades und an der Wirbelsäule des Fahrers angebracht. Die Teststrecken waren Kopfstein, Plattenweg und ein Indoor – Parcour. Bei den ausgewählten Ergebnissen werden jeweils ein 60mm BIG APPLE bei 2 bar mit einem 37mm breiten Standardreifen bei 4 bar verglichen. Das sind Luftdrücke wie sie typischerweise in der Praxis Verwendung finden.

Beim gleichen Luftdruck rollt der BIG APPLE ca. 10 Watt leichter. Beim Komfort-Luftdruck von 2 bar hat der BIG APPLE ungefähr den gleichen Rollwiderstand wie ein Standardreifen bei 4 bar. In der Praxis ist die Kraftersparnis dabei noch größer als in der Theorie: Die Federwirkung der breiten Reifen gleicht Unebenheiten aus. Sie hält Erschütterungen vom Fahrer fern, entlastet die Wirbelsäule und spart sogar Energie.

Im Alltagsbetrieb ist verständlicherweise ein gutes Ansprechverhalten wichtiger als ein möglichst großer Federweg. In der Untersuchung konnte gezeigt werden, dass ein voluminöser Reifen die vielen kleinen Schläge des Radleralltags meist viel besser schluckt als ein aufwendiges Federungssystem, das erst bei gröberen Hindernissen anspricht. Diese einfache aber solide Technik hilft nicht nur Patienten mit Wirbelsäulenbeschwerden, sich einem ungewohnten Fahrkomfort auszusetzen.

Beachten Sie aber bitte bei der Nachrüstung, dass nicht alle Rahmentypen den nachträglichen Einbau dieser großvolumigen Decken zulassen, da im Einzelfall die Decke an das möglicherweise vorhandene Schutzblech drücken könnt

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